LfD Niedersachsen gibt Hinweise für datenschutzkonforme Einwilligungen auf Webseiten

Cookies

Im ersten Schritt hatte die Landesbeauftragte für den Datenschutz Niedersachsen im Rahmen einer branchenübergreifenden zum datenschutzkonformen Tracking auf Webseiten einen Fragebogen an 15 kleine und mittelständische Unternehmen verschickt, die eine oder mehrere Webseiten anboten.
Die Seitenbetreiber sollten unter anderem beantworten, ob sie Dienste von Drittanbietern (z.B. Karten- oder Wetterdienste) eingebunden hatten, ob sie Cookies einsetzten und ob sie deren Verwendung auf eine Einwilligung der Nutzerinnen und Nutzer stützten. Zusätzlich wurden die ausgewählten Seiten technisch überprüft – sowohl vor als auch nach der Versendung der Fragebögen.

Zeitgleich mit der Veröffentlichung der wichtigsten Ergebnisse dieser Prüfung hat die LfD Niedersachsen auch Hinweise zu datenschutzkonfomen Einwilligungen auf Webseiten und zu Anforderungen an Consent-Layer vorgestellt.

Viele Webseiten verwenden Cookies oder binden Dienste von Drittanbietern ein – zum Beispiel Analyse-, Karten- oder Wetterdienste. Dafür benötigt der Betreiber der Seite eine datenschutzrechtliche Einwilligung der Nutzerinnen und Nutzer. Es sind einige Vorgaben zu beachten, damit diese Einwilligung den gesetzlichen Vorgaben entspricht und wirksam ist.

Spätestens, wenn Nutzerinnen und Nutzer mehr oder weniger vehement zur Einwilligung „gedrängt“ werden, indem vom sogenannten “Nudging” derart Gebrauch gemacht wird, dass keine echte Entscheidungsfreiheit mehr zwischen Einwilligung und Ablehnung möglich ist, sei die Grenze des Erlaubten überschritten“, so Barbara Thiel.

Mit Nudging werden Maßnahmen beschrieben, mit denen das Verhalten von Menschen durch subtile Eingriffe des Verantwortlichen unterschwellig beeinflusst werden soll. Auf Webseiten geschieht dies häufig dadurch, dass die „Zustimmen”-Option im Cookie-Banner im Vergleich zur „Ablehnen”-Option farblich auffälliger ist oder der Prozess des Ablehnens durch längere Klickwege unnötig verkompliziert wird.

Landesbeauftragte für den Datenschutz Niedersachsen

(momius – stock.adobe.com)

Letztes Update:25.11.20

  • Folge 38: EuGH erleichtert Massenklagen – Die Voraussetzungen des immateriellen Schadensersatzes nach Art. 82 DS-GVO

    Verfahren wegen des Ersatzes immaterieller Schäden nach Art. 82 DSGVO werden ständig mehr. Typische Anlässe sind Datenpannen, sonstige Datenschutzverstöße durch Unternehmen wie eine Werbemail ohne Einwilligung oder ein nicht rechtzeitig erfüllter Auskunftsanspruch. Deutsche Gerichte legen Art. 82 DSGVO bislang unterschiedlich weit und uneinheitlich aus. Der EuGH hat sich am 4. Mai 2023 in der Rs.

    Mehr erfahren
  • MS Cloud und IT-Grundschutz

    IT-Grundschutz in der Microsoft-Cloud

    Microsoft hat in Zusammenarbeit mit der HiSolutions AG drei kostenlose IT-Grundschutz-Handbücher entwickelt, die auf der aktuellen Edition des IT-Grundschutz-Kompendiums des Bundesamts für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) basieren. Die Handbücher sollen Microsoft-Kunden helfen, die Nutzung von Cloud-Diensten wie Microsoft Azure, Microsoft 365 oder Dynamics 365 unter Berücksichtigung des IT-Grundschutzes sicher und erfolgreich zu gestalten. Dabei

    Mehr erfahren
  • EuGH urteilt zum Begriff “Recht auf Kopie”

    Einige von der Datenschutzwelt mit Spannung erwartete Urteile des Europäischen Gerichtshofes wurden am 04. Mai 2023 veröffentlicht. 2. Urteil des Gerichtshofs in der Rechtssache C-487/21 | Österreichische Datenschutzbehörde und CRIF Der Hintergrund des zweiten mit Spannung erwartete Urteils des EuGH war ein Vorabentscheidungsersuchen nach Art. 267 AEUV, welches vom Bundesverwaltungsgericht (Österreich) eingereicht wurde. Das Bundesverwaltungsgericht in

    Mehr erfahren